5 Tage Ägypten – Sonne, Riffe & Geschichte zum Anfassen
Ägypten. Der Name allein klingt schon nach Sonne, Sand und uralter Geschichte.
In nur fünf Tagen dieses Mal,haben wir dieses Land auf eine Weise erlebt, die tiefer ging als jede Postkarte: mit bloßen Händen im Roten Meer geschnorchelt, durch das echte Hurghada gebummelt und zwischen den Tempeln von Luxor Geschichte geatmet.
Und jeden Tag: dieser trockene, warme Wüstenwind, der einem ins Ohr flüstert – du bist weit weg von zu Hause, aber ganz bei dir.
Reisezeitraum: Ende März 2025 – 5 Tage
Makadi Bay – Schnorcheln direkt am Hotelriff
Bevor es zu den großen Ausflügen ging, haben wir jeden Tag direkt vor der Zimmertür einen kleinen Zauber erlebt: das Hausriff von Makadi Bay.
Der Einstieg war unkompliziert – einfach Maske auf, Flossen an, ein paar Meter vom Strand entfernt… und man ist mittendrin.
Korallen leider schon sehr ausgeblichen, kleine Clownfische, Papageienfische, ganze Schwärme, die synchron tanzen. Und dazwischen, manchmal wie aus dem Nichts: ein Blaupunktrochen, eine Muräne oder ein riesiger Kugelfisch.
Es war still unter Wasser. Friedlich. Und jedes Mal anders.
Ein Ort, an dem man stundenlang treiben könnte – zwischen Lichtreflexen und tropischer Farbenpracht.
Tipp: Morgens ist die Sicht am besten. Und wer eine Unterwasserkamera hat – unbedingt mitnehmen!


Tour 1: Delfine und Korallen – ein Tag auf dem Roten Meer
Abfahrt: 4:00 Uhr morgens
Dauer: ca. 13 Stunden
Startpunkt: Hotel, mit Kleinbus zur Marina – dann mit dem Boot aufs Meer
Der Wecker klingelte mitten in der Nacht, aber schon die Stimmung beim Losfahren war besonders: still, ein bisschen verschlafen, aber voller Vorfreude.
Nach einer knappen Stunde waren wir auf dem Boot, mit Frühstück, Musik, Tauchanzügen – und Hoffnung.
Und dann kam der Moment, der sich ins Herz brennt:
Delfine. Direkt neben dem Boot.
Zuerst zwei, dann vier, dann ein ganzer Schwarm. Verspielt, neugierig, frei.
Wir durften ins Wasser. Und da waren sie – unter uns, neben uns, so nah, dass man alles um sich herum vergaß.
Später: zwei Stopps an wunderschönen Riffen. Klare Sicht, weiches Licht, unzählige Fische, ruhige Strömung.
Zwischendurch Sonne auf Deck, Mittagessen, ein paar Sprünge vom Boot. Und das Gefühl, das Leben sei gerade sehr groß und sehr gut.
Tipp: Schnorchelmaske mit Sehstärke (falls nötig) mitbringen – und genug Wasser trinken, auch auf See!


Tour 2: Hurghada Altstadt – das andere Gesicht der Stadt
Uhrzeit: Nachmittagstour (ca. 3–4 Stunden)
Ort: Stadtteil Dahar, Altstadt von Hurghada
Begleitung: Einheimischer Guide
Wer Ägypten verstehen will, sollte auch einen Blick hinter die Kulisse werfen.
Und genau das taten wir auf diesem Spaziergang durch Dahar, den ältesten Teil von Hurghada.
Es war laut, bunt, echt. Männer mit Tabletts voll Minztee, Frauen mit Körben auf dem Kopf, spielende Kinder zwischen Marktständen.
Wir rochen Gewürze, sahen Handwerker bei der Arbeit, lauschten dem Ruf des Muezzin zwischen den Häuserzeilen.
Kein Glanz, keine Kulisse – aber so viel Wärme. So viel echtes Leben.
Unser Guide erzählte von den Unterschieden zwischen den Stadtteilen, von Kultur, Alltag, Tradition. Wir fühlten uns willkommen – neugierig beäugt, aber nie unangenehm.
Tipp: Nichts wie in Europa erwarten – offenes Herz, ruhige Haltung, und ein paar Worte Arabisch wirken Wunder.




Tour 3: Luxor – Eine Reise in die Ewigkeit
Abfahrt: 5:00 Uhr morgens
Dauer: ca. 11 Stunden
Tourart: Privat, mit Ägyptologe
Temperatur: ca. 30 Grad
Früh, aber voller Vorfreude starteten wir Richtung Luxor – rund vier Stunden Fahrt durch die Wüste, begleitet von der aufgehenden Sonne und einem Ägyptologen, der nicht einfach nur erzählte, sondern lebte, was er erklärte.
1.
Tal der Könige
Der erste Atemzug in dieser stillen Felslandschaft war besonders.
Hier ruht Tutanchamun, Ramses, Sethos. Wir besuchten mehrere Gräber, teils farbig wie frisch bemalt. Die Inschriften erzählten Geschichten, und unser Guide füllte jeden Raum mit Leben.


2.
Medinet Habu (Tempel von Ramses III.)
Weitläufig, beeindruckend – und fast leer. Dieser Tempel war ein Geheimtipp. Seine Reliefs waren gestochen scharf, die Farben in den Nischen erstaunlich erhalten.
Hier fühlte man die Wucht vergangener Größe, ganz ohne Menschenmassen.



3.
Luxor-Tempel
Ein Monument mitten in der Stadt. Zwischen Palmen, Lärm und Leben steht dieser riesige Komplex.
Säulenhallen, Statuen, Hieroglyphen – alles unter freiem Himmel. Als würden die alten Götter noch zuhören.



Und dann: Der Nil
Als krönender Abschluss eine ruhige Überfahrt mit dem Boot. Palmen spiegelten sich im Wasser, der Wind war mild, die Augen müde – aber erfüllt.
Dann noch ein Mittagessen unter schattigen Bäumen, traditionell gekocht, würzig, einfach – und köstlich.
Tipp: Wer kann, sollte Luxor mit privatem Guide machen – das macht einen riesigen Unterschied in Tiefe und Atmosphäre.




Reisetipps für Ägypten (gerade bei solchen Touren)
- Sonnenschutz mit hohem LSF – gerade auf dem Wasser und in der Wüste
- Kopfbedeckung und luftige Kleidung für die Tempel
- Badeschuhe für Riffe und steinige Strände
- Bakschisch gehört zur Kultur – Kleingeld dabei haben, lächeln, aber freundlich “Nein” sagen, wenn nötig
- Viel trinken, besonders auf langen Ausflügen
- Offline-Karten und Wörterbuch-Apps helfen in Städten & bei privaten Touren
Fazit: Ein Land, das bleibt
Fünf Tage – aber was für welche!
Sonne, Wasser, Geschichten, Gesichter. Delfine, Tempel, echte Gespräche.
Ägypten hat uns überrascht, berührt und begeistert.
Nicht alles ist einfach. Man wird angesprochen, manchmal angebettelt. Aber wenn man sich einlässt – auf die Hitze, die Farben, die Tiefe – dann spürt man:
Hier ist etwas, das es nur hier gibt
Reisezeitraum: Ende März 2025
5Tage






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